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Drei Fragen an Robert Mayer: Den Funken stoppen, bevor ein Feuer entsteht

Waldbrände stellen weltweit eine wachsende Bedrohung dar und verursachen schwere Schäden. Ein Teil dieser Brände steht im Zusammenhang mit dem Stromnetz. Doch es gibt eine Technologie, die dazu beiträgt, dieses Risiko zu reduzieren.

Allein in Kalifornien verursachten Stromleitungen zwischen 2016 und 2020 zehn Prozent aller Waldbrände. Auf sie entfielen 19 Prozent der insgesamt verbrannten Fläche (California State Auditor). Mit zunehmender Risikolage benötigen Versorgungsunternehmen praxiserprobte Lösungen zur Eindämmung von Waldbrandrisiken, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Genau dafür wurde das ARCC®-System (Advanced Residual Current Compensation) der Trench Group entwickelt. Die Technologie – in der Branche bekannt als REFCL (Rapid Earth Fault Current Limiter) – senkt das Risiko eines Brandes, während die Leitungen weiter in Betrieb bleiben.

Robert Mayer ist Leiter des technischen Vertriebs für ARCC® bei der Trench Group. Er arbeitet über drei Kontinente hinweg an der Schnittstelle von Klimarisiken, Energieinfrastruktur und Technologie und trifft dabei auf Märkte mit sehr unterschiedlichen Anforderungen.

Wir haben uns mit Robert zusammengesetzt, um mehr über seine Rolle zu erfahren – darüber, was das ARCC®-System so überzeugend macht und was ihn an seinem Job motiviert.

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Robert Mayer - Trench

Technischer Vertrieb für Waldbrandprävention – das ist kein klassischer Karriereweg. Was genau ist deine Aufgabe bei der Trench Group?

Ich arbeite mit dem ARCC®-System – einer Technologie der Trench Group, die verhindert, dass durch das Stromnetz Waldbrände entstehen. Nehmen wir eine gewöhnliche Stromleitung als Beispiel. Ein Baum stürzt um und berührt die Leitung. Dadurch entsteht eine Verbindung zum Boden – und es bildet sich ein Funke. Das nennen wir Erdschluss. Im schlimmsten Fall kann dieser Funke ein Feuer entfachen. Unser System erkennt den Erdschluss und senkt die Energie auf ein Niveau, bei dem kein Funke entstehen kann. Die Leitungen bleiben dabei in Betrieb und ein Feuer kann verhindert werden.

Das ist eine relativ neue Technologie und für viele Märkte ein Paradigmenwechsel – Routinen müssen angepasst, Arbeitsanweisungen überarbeitet und Personal umgeschult werden. Das ist die größte Herausforderung. Wir müssen verstehen, was der Kunde braucht, und eine Lösung finden. Denn das Wissen über die Technologie und die Bedürfnisse unterscheiden sich von Markt zu Markt erheblich. In Australien kennt man das Produkt, allerdings nicht im Detail. In Europa kennen die Kunden die grundlegende Technologie bereits – hier geht es um ihre Erweiterung. Und in den USA fängt alles bei null an. Das macht die Arbeit vielfältig. Meine wichtigste Erkenntnis: genau zuhören und versuchen, ein Problemlöser zu sein – nicht nur ein Verkäufer.

Was ist das Besondere an der Arbeit mit dem ARCC®-System bei der Trench Group?

Wenn ich ins Büro komme, schaue ich als Erstes auf die Waldbrandkarte. Angesichts der aktuellen Ereignisse ist klar: Es stehen Menschenleben auf dem Spiel. Was wir dabei verstehen müssen: Nicht jeder Waldbrand wird durch das Stromnetz ausgelöst. Aber wenn das passiert, kann der Schaden enorm sein. Denn dort, wo sich das Stromnetz befindet, leben Menschen, dort ist die Infrastruktur.

Das Besondere an der Arbeit mit ARCC® ist, dass es funktioniert. An den sechs australischen Einsatzorten mit unseren Systemen ist in den vergangenen drei Jahren kein Brand durch einen Erdschluss entstanden. Das zeigt deutlich, dass die Technologie wirksam ist.

Robert Mayer - Trench
Robert Mayer with ASC Coils - Trench

Was treibt dich morgens für die Arbeit bei der Trench Group an?

Es ist das Gefühl, dass ich etwas bewirken kann. Waldbrände werden für uns alle zu einer immer größeren Gefahr. Gegen einen Blitzeinschlag oder eine Zigarette, die jemand ins trockene Gras wirft, können wir nichts tun. Aber wir können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit des Stromnetzes leisten. Wir können etwas bewegen.

Außerdem reise ich gerne, lerne neue Leute kennen und tausche mich mit ihnen aus – manchmal auch nur über Teams. Dabei geht es mir nicht nur um Small Talk, sondern darum, ins Detail zu gehen und wirklich ein Netzwerk aufzubauen.

Die Technologie ist bewährt – jetzt müssen wir sie in die breite Anwendung bringen.