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Drei Fragen an Sascha Bohdziewicz: Einblicke in das neue 24/7-Schichtmodell bei HSP Germany

Sascha Bohdziewicz ist CNC-Zerspanungsmechaniker und seit zwölf Jahren Teil des HSP Germany-Teams am Standort Troisdorf. In der Dreherei erstellt er die CNC-Programme für die Dreh-Bearbeitung der Durchführungen. Um die stark steigende Nachfrage nach Hochspannungs-komponenten für Stromnetze zu decken, arbeitet Sascha seit Januar 2026 gemeinsam mit rund 60 Kolleginnen und Kollegen im vollkontinuierlichen Schichtbetrieb. Das heißt: Er arbeitet zwei Frühschichten, zwei Spätschichten, zwei Nachtschichten und hat dann vier Tage frei.

Wir haben mit Sascha gesprochen, um mehr über seine Rolle und seinen Alltag im neuen 24/7-Schichtmodell zu erfahren. Als Betriebsratsmitglied war er auch aktiv an dessen Einführung beteiligt.

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Hi Sascha, was ist deine Aufgabe bei HSP Germany?

Sascha: Ich bin Zerspanungsmechaniker in der Dreherei, wo wir Hochspannungsdurchführungen fertigen. Mein Schwerpunkt liegt auf dem Drehen und der Bearbeitung des Aktivteils unserer Durchführungen, dem Kernbestandteil unserer Produkte. Das bedeutet: Maschinen programmieren, die Bearbeitungsprogramme erstellen und dann die Teile nach technischer Zeichnung fertigen.

Die Qualitätskontrolle übernehme ich auch selbst: Ich vermesse und prüfe jedes einzelne Teil. Was mir besonders gefällt, ist die Einzelteilfertigung. Das sorgt immer für Abwechslung. Manchmal läuft die Maschine schon, wenn ich komme, und ich überwache den laufenden Prozess. An anderen Tagen starte ich direkt mit etwas Neuem, etwa eine Zeichnung zu prüfen, ein Programm zu verifizieren oder einen anderen Arbeitsschritt abzuschließen. Es wird hier einfach nie eintönig.

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In dieser Reihe stellen wir unsere Mitarbeiter vor, die das Motto „Big Energy Powered by Bold People“ jeden Tag mit Leben füllen.

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Über unsere Hochschulpartnerschaft

Kelseas Werdegang ist Teil unseres vom US-Arbeitsministerium registrierten Programms. Durch unsere Partnerschaft mit dem Central Piedmont Community College schaffen wir eine nachhaltige Talentpipeline, die der nächsten Generation qualifizierter Fachkräfte Bildung, praktische Ausbildung und Karrieremöglichkeiten bietet. Es ist um eine Investition, die sowohl unseren Standort in Charlotte als auch die Entwicklung der lokalen Arbeitskräfte unterstützt.

Was ist das Besondere daran, bei der Trench Group zu arbeiten?

Sascha: Wir sind ein globaler Technologieführer im Bereich Hochspannungsdurchführungen, und darauf bin ich wirklich stolz. Man spürt, wie schnell wir wachsen: Jeden Monat lerne ich neue Kolleginnen und Kollegen kennen oder sehe wie neue Maschinen angeliefert werden. Ich konnte sogar live am Bildschirm dabei sein, als wir unser neues Werk in den USA eröffnet haben.

Dieses Wachstum zeigt auch, dass die Trench Group ein zukunftsorientiertes Unternehmen ist, bei dem sich niemand Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen muss. Um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten, haben wir unser neues 24/7-Schichtmodell eingeführt. Als Betriebsratsmitglied war ich von Anfang an in die Verhandlungen eingebunden. Wir haben eng mit der Geschäftsführung zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass jeder die nötige Unterstützung und Vorbereitung erhält. Und wo das Modell nicht zur persönlichen Situation passte, haben wir gemeinsam alternative Lösungen gefunden. Das hat wirklich gut funktioniert.

Was motiviert dich, den Tag zu starten?

Sascha: Ich bin gerne Dreher. Jeder Tag bringt eine neue Aufgabe, ein neues Bauteil oder ein neues Programm. Und ich weiß genau, wozu ich beitrage: Wir beliefern Energienetze auf der ganzen Welt und helfen dabei, die Energiewende voranzutreiben.

Das neue Schichtmodell hat auch meinen Alltag positiv verändert. Nach zwölf Jahren im klassischen Dreischichtsystem arbeite ich jetzt in einem vorwärts rotierenden Rhythmus mit maximal zwei Nachtschichten hintereinander. Dann habe ich vier freie Tage. Ich arbeite außerdem weniger Tage pro Zyklus, was einen echten Unterschied macht.

Dazu kommt, dass ich besser planen kann, weil ich meine Schichten schon Wochen im Voraus kenne. Das erleichtert die Organisation meiner Freizeit enorm. Und wer während seiner freien Tage zusätzliche Schichten übernehmen möchte, kann sich freiwillig melden und erhält eine Zulage. Für mich ist das Fazit eindeutig: mehr Freizeit, bessere Planbarkeit und ich fühle mich super.